Binding-Preis für Fluss-Beschützer Ulrich Eichelmann

Der diesjährige Grosse Binding-Preis geht an den Schützer von naturnahen Fliessgewässern, den deutschen Umweltaktivisten und Filmemacher Ulrich Eichelmann. Verliehen wurde die mit 50'000 Franken dotierte Auszeichnung für Umweltengagement am Freitag in Vaduz.

Binding-Preisträger Ulrich Eichelmann

Bildlegende: Binding-Preisträger Ulrich Eichelmann zvg

2012 gründete Eichelmann die Organisation «River Watch», die weltweit gegen den Bau von Staudämmen kämpft. Aktuell engagiert sich der in Wien wohnhafte Landschaftsökologe für den Erhalt der letzten intakten Fliessgewässer auf dem Balkan.

Nebenpreis an St. Galler

Neben dem Hauptpreis wurden drei Binding-Preise zu je 10'000 Franken verliehen. Eine Auszeichnung ging an den St. Galler Karl Schefer, der dafür kämpft, dass in Europas Weinbergen wieder Schmetterlinge fliegen.
Mit einem gemeinsamen Preis bedacht wurden zudem die Bürgergenossenschaft aus dem liechtensteinischen Triesen und der Ortsverwaltungsrat des st. gallischen Au. Sie werden für den Erhalt wertvoller Lebensräume geehrt.
Schliesslich wurde die Deutsche Christel Schroeder ausgezeichnet für ihren langjähriges Einsatz für Grossschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen und ihr Engagement als Präsidentin der Naturschutzstiftung Euronatur.

Einer der wichtigsten Umweltpreise Europas

Der Binding-Preis, der seit 1986 vergeben wird, ist eine der wichtigsten Auszeichnungen Europas für Natur- und Umweltschutz. Preisstifter ist das verstorbene Basler Ehepaar Sophie und Karl Binding, dessen Stiftung den Sitz in Schaan FL hat.