Biorender verhandelt mit neuem Geldgeber

Die Biorender AG in Münchwilen hat einen Partner aus der Fleischentsorgungsindustrie gefunden, welcher die Aktienmehrheit übernehmen soll. Zudem soll der Partner in die Anlage investieren, wie es an einer Medienkonferenz hiess. Um wen es sich bei diesem Partner handlet, wird nicht bekannt gegeben.

Biorender AG von aussen

Bildlegende: Die Produktion der Biorender AG sei stabil und liege bei gut 60'000 kWh pro Tag. SRF

Mit der Kooperation könnte Biorender neu ausgerichtet und das nötige Geld erhalten, heisst es. Derzeit hat das Unternehmen finanzielle Probleme. Technische Schwierigkeiten hätten in den vergangenen Monaten zu Mehrkosten geführt.

Ausserdem fehlen der Biorender AG seit Mitte 2013 Mittel, weil die Stadt Wil aus dem Projekt ausstieg. In der Folge strich auch der Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) den zugesicherten Investitionsbeitrag. Der Biorender AG entgingen dadurch Beiträge von über 2,5 Millionen Franken.

Stabile Produktion

Die Produktion der Biogasanlage liegt stabil bei rund 60'000 Kilowattstunden pro Tag. Das entspricht 55 bis 60 Prozent der ursprünglich erwarteten Menge.

An der Biorender AG sind die Städte Winterthur und St. Gallen mit je 24,59 Prozent beteiligt. Kleinere Anteile halten Schaffhausen, Flawil, Uzwil und Private.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 6.32 Uhr