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Bluttat von Flums Polizei befragt Täter zum ersten Mal

  • Zwei Tage nach der Gewalttat in Flums (SG) befinden sich weiterhin drei Opfer und der mutmassliche Täter im Spital.
  • Die Polizei durchleuchtet derweil den 17-jährigen Lehrling und sein Umfeld, der am Sonntagabend sieben Personen mit einem Beil verletzte.

Die Einvernahme des Jugendlichen habe noch am Montagnachmittag stattgefunden, sagte Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die Jugendanwaltschaft habe Untersuchungshaft angeordnet. Darüber, was der junge Mann in der Einvernahme sagte, macht die Polizei keine Angaben.

Polizei durchsucht Wohnhaus

Der junge Mann ist nicht vorbestraft. Nun droht ihm eine Verurteilung wegen mehrfacher versuchter vorsätzlicher Tötung. Das Wohnhaus in Flums, in dem der Lehrling mit seiner Mutter und ihrem Partner lebt, wurde durchsucht.

«Der Beschuldigte und sein Umfeld werden in einem laufenden Strafverfahren sehr genau angeschaut», sagte Krüsi. Dabei werden laut Polizeisprecher auch das Handy und andere elektronische Geräte überprüft.

Ehepaar noch im Spital

Eine 30-jährige Frau und ihr 35-jähriger Mann, die am Postplatz in Flums vom Angreifer verletzt wurden, liegen immer noch im Spital. Ihr Baby, das beim Angriff aus der Kinderwagen fiel, befindet sich in der Obhut von Angehörigen.

Das Spital auch noch nicht verlassen konnte eine 21-jährige Frau, die bei der Tankstelle attackiert wurde, bevor der Täter gefasst werden konnte.

Täter wollte nicht aufgeben

Die Polizei hatte zuerst versucht, den Jugendlichen zum Aufgeben zu bewegen. Als er nicht darauf reagierte, schossen sie auf ihn. Da die beteiligten Polizisten dabei Taser und Schusswaffen einsetzten, könnte es gegen sie zu einem Strafverfahren kommen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von U.E. Romer (romeru)
    Einmal mehr - nach einem schlimmen Ereignis kriechen die Experten aus ihren bürokratischen Türmen. Ein Herr von Sozialarbeiter, Jugendanwälten, Psychologen etc. haben sich vorgängig mit dem Burschen beschäftigt. Alles für die Katz - das wird auch in Zukunft so sein. Sind wir doch realistisch: solche Taten können weder vorausgesagt noch verhindert werden.
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  • Kommentar von Andreas Eigenmann (Andreas Eigenmann)
    Wenn ein Schweizer ein Verbrechen begeht erwähnt SRF explizit, dass es sich um einen Schweizer handelt. Warum erwähnen Sie hier nicht, dass es sich um einen Ausländer handelt?
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Es wirkt auf den ersten Blick verstörend, wenn gegen die Polizisten eine Untersuchung wegen des Schusswaffengebrauchs eröffnet wird. Das heisst aber noch lange nicht, dass das Verfahren überhaupt in den Gerichtssaal kommt. Die Übung lässt sich bei geklärtem Sachverhalt schnell beenden. Dies stellt eben auch sicher, dass wir keine Verhältnisse à là USA kriegen, wo die Knarre sofort und gegen Jede/n eingesetzt wird. Es braucht sich deshalb an der Abklärung nichts zu ändern, Punkt.
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    1. Antwort von Toni Koller (Tonik)
      Danke A. Flükiger für den besonnenen Hinweis! Es ist gut und ein Zeichen reifer Rechtsstaatlichkeit, wenn man polizeiliche Schusswaffeneinsätze jeweils auf ihre Verhältnismässigkeit prüft. Aufregen sollten sich Forumskommentatoren erst dann, wenn die in Flums aktiven Polizisten auch verurteilt würden. Im vorliegenden Fall haben diese aber von der Routineüberprüfung kaum etwas zu fürchten. Richtig ist der Verweis auf schiesswütige US-Cops, die ungeschoren davonkommen - wollen wir das hier auch?
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