Bodensee wird auf Plastikrückstände untersucht

Das Bundesamt für Umwelt lässt den Bodensee und andere grosse Gewässer auf Plastikabfälle prüfen. Der Grund: Im Genfersee wurden überraschend grosse Plastikrückstände gefunden. Am Bodensee wundert man sich darüber.

Zwei Taucher sammeln Abfälle im See ein. Einer der beiden Taucher ist unter Wasser, der andere hält Flaschen in der Hand.

Bildlegende: Im Genfersee werden die Abfälle zum Problem. Anders im Bodensee: Plastikabfall ist dort laut den Fischern kein Thema. Keystone

Reto Leuch ist der Präsident der Schweizer Berufsfischer auf dem Bodensee. Er fährt täglich auf den See, um mit seinen Netzen zu fischen. Plastik sei noch nie ein Problem gewesen, sagt er. Ab und zu komme zwar es vor, dass er etwas Plastik im Netz habe, mehr aber nicht.

Untersucht wird auch die Konzentration von ganz kleinen Plastikstücken, welche für die Fische gefährlich sein könnten. Dann nämlich, wenn die Fische die Plastikstücke mit Nahrung verwechseln und zu viel davon fressen.Reto Leuch sieht aber auch hier kein Problem: Er habe zwar von der Problematik gehört, aber noch nie etwas festgestellt.

Behörden bestätigen den Eindruck der Fischer

Das Thurgauer Amt für Umwelt und das Institut für Seeforschung im deutschen Langenargen bestätigen diesen Eindruck: Man habe bis jetzt nie eine auffällige Konzentration von Plastik im See festgestellt, heisst es beim Institut für Seeforschung auf Anfrage.