Bund unterstützt erstmals Provenienzforschung in Museen

Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt zehn Schweizer Museen dabei, die Herkunft von Kunstwerken in ihren Beständen zu erforschen, um allfällige NS-Raubkunst zu eruieren. Unter den ausgewählten Museum sind auch das St. Galler Kunstmuseum und das Kirchner Museum in Davos

Kirchner Museum

Bildlegende: Im Kirchner Museum werden rund 80 Werke von Kirchner und aus der klassischen Moderne überprüft. Keystone

In seinen eigenen Museen und Sammlungen hat der Bund die Erforschung der Herkunft von Kunstwerken 1998 abgeschlossen. In anderen Museen bestünden aber noch Lücken, schreibt das BAK. In der Kulturbotschaft 2016-2020 habe der Bundesrat gefordert, dass die Abklärungen zur Provenienz der Kunstwerke von öffentlichen und privaten Eigentümern intensiviert werden sollten.

Das Kunstmuseum St. Gallen wird mit 90'000 Franke berücksichtigt, das Völkerkundemuseum mit 20'000 Franken und das Kirchner Museum in Davos mit 30'000 Franken.

Im Kunstmuseum St. Gallen werden rund 150 Gemälde aus der Sammlung Sturzenegger überprüft. In Davos rund 80 Werke, darunter auch solche von Kirchner selbst.

Die Abklärungen erfolgen nach den Washingtoner NS-Raubkunst-Richtlinien von 1998. Ziel soll sein, "gerechte und faire Lösungen" zu finden. Zu diesem Zweck sollen die Ergebnisse der Herkunftsabklärungen öffentlich zugänglich gemacht werden, unter anderem auf der Website www.bak.admin.ch.