Bundesrat beflügelt St. Galler Pläne für eigene Ärzteausbildung

Die Ankündigung von Bundesrat Schneider-Ammann, künftig zusätzlich 250 neue Ausbildungsstätten für Medizinstudenten zu fördern, kommt der St. Galler Regierung sehr entgegen: St. Gallen plant schon seit längerem ein entsprechendes Studienangebot.

Der St. Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker (SVP).

Bildlegende: Der St. Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker (SVP). Keystone

Am Freitag hat Bundesrat Johannes Schneider-Ammann seine brisante Ankündigung gemacht: Er möchte jährlich zusätzlich 250 Ärzte in der Schweiz ausbilden lassen und dazu 100 Millionen Franken einsetzen. Bei der St. Galler Regierung tritt er damit offene Türen ein, plant diese doch schon seit längerem, Medizinstudiengänge in St. Gallen anzubieten.

Beiträge vom Bund

Wegen der schlechten Finanzlage hatte die Kantonsregierung mit der Umsetzung dieser Pläne zugewartet. Man prüfe nun verschiedene Varianten, sagt der St. Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker (SVP) gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz auf Anfrage - von der Masterausbildung bis hin zur eigenen medizinischen Fakultät. Die Regierung erwarte, dass Beiträge aus dem bundesrätlichen Topf von 100 Millionen Franken auch nach St. Gallen fliessen werden. Ab 2018 könnte der Kanton St. Gallen eine medizinische Ausbildung anbieten, so Kölliker.