Bundesrat unterstützt Ostschweizer Expo-Pläne

Der Bundesrat erachtet die Landesausstellungen als wichtige Schweizer Tradition. Er hat deshalb beschlossen, die Vorbereitungen für eine Expo 2027 in der Ostschweiz zu unterstützen. Allerdings ist die Unterstützung bis zum Vorliegen einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2017 befristet.

Blick auf die Arteplage an der Expo02.

Bildlegende: Die Arteplage an der Expo02: Für die Expo 2027 sollen aus der letzten Landesausstellung Lehren gezogen werden. Keystone

Der Bundesrat möchte die Pläne der Ostschweizer Kantone Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen und Thurgau vor allem personell unterstützen. Geld gibt es in dieser ersten Vorbereitungsphase nicht. Die beschlossene Unterstützung des Bundes umfasse die strategische Beratung und Begleitung, den Einsitz in der Wettbewerbsjury, den Aufbau professioneller Organisationsstrukturen sowie die Begleitung der Machbarkeitsstudie, heisst es in einer Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft.

Die Unterstützung gilt voraussichtlich bis Ende 2017, bis zum Vorliegen der Machbarkeitsstudie. Ein definitiver Entscheid zur Durchführung und Mitfinanzierung des Projekts durch den Bund werde damit nicht vorweggenommen.

«  Für uns ist das ein wichtiger Meilenstein.  »

Carmen Haag
Regierungsrätin Thurgau

Schon klar ist aber: Ein allfälliger Bundesanteil an den Kosten beträgt höchstens die Hälfte der Gesamtkosten und maximal eine Milliarde Franken.

Seitens der Kantone ist man erleichtert, dass der Bund grundsätzliches Interesse signalisiert und hinter dem Projekt steht. Dass der Bundesrat mit finanziellen Mitteln noch zurückhaltend bleibt, sei verständlich, sagt die Thurgauer Regierungsrätin und Präsidentin der Expo-Trägerkantone Carmen Haag. Für die Erstellung der Machbarkeitsstudie sowie den Aufbau von professionellen Organisationsstrukturen rechnet Carmen Haag mit weiteren Kosten in der Höhe von neun Millionen Franken in den nächsten vier Jahren.