Landsgemeinde Glarus Burka-Verbot gibt zu reden

Ein kantonales Burka-Verbot nach Tessiner Vorbild ist das grosse Thema an der Glarner Landsgemeinde vom nächsten Sonntag. Zudem entscheiden die Glarnerinnen und Glarner über einen Kredit für die Durchführung des Eidgenössischen Schwingfests 2025.

Landsgemeinde

Bildlegende: Die letzte Landsgemeinde war verregnet. Auch dieses Jahr sind die Wetterprognosen durchzogen. Keystone

Ein Stimmbürger hat das Burka-Verbot mit einem Memorialsantrag initiiert. Der Antrag verlangt, dass niemand sein Gesicht im öffentlichen Raum verhüllen darf. Der Antrag orientiert sich am Text der Volksinitiative, die vom Tessiner Stimmvolk im September 2013 mit einem Ja-Anteil von 65 Prozent angenommen wurde.

Das Kantonsparlament empfiehlt der Landsgemeinde, das Burka-Verbot abzulehnen. Wie die Kantonsregierung will das Parlament die Entwicklungen auf nationaler Ebene abwarten. Insbesondere solle der Ausgang der sich abzeichnenden eidgenössischen Abstimmung abgewartet werden.

Schwingfest und Baugesetz

Unbestritten scheint der Maximal-Kredit von 2,2 Millionen Franken für die Kandidatur, Organisation und Durchführung des Eidgenössischen Schwingfestes 2025 in Mollis. Bei einem Ja kandidiert Glarus gegen die Bewerber aus St. Gallen.

Diskussionen werden zum neuen Raumentwicklungs- und Baugesetz erwartet. Die Höhe der Mehrwertabgabe war im Landrat ein umstrittenes Thema.

Kalberwurst mit Kartoffelstock

Die Veranstaltung beginnt um 09.30 Uhr mit dem Einzug der Behörden. Sie dürfte etwa bis zum Mittag dauern. Anschliessend stärken sich Stimmberechtigte und Besucher bei einer heimischen Kalberwurst, serviert mit Kartoffelstock und Dörrzwetschgen, dem klassischen Landsgemeinde-Menu.