Canyoning-Touren am Ammler Stausee droht Verbot

Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) wollen den Canyoning-Anbietern den Zugang zum Stausee in Amden verbieten. Die Touren durch den Fallenbach könnten so nicht mehr durchgeführt werden.

Schlucht des Fallenbachs bei Amden

Bildlegende: Die SAK wollen bei Unfällen nicht verantwortlich gemacht werden. Keystone

Man prüfe ein Verbot und generell müsse die Frage der Haftung bei Unfällen klar geregelt werden, sagt Adriano Tramère in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz».

Die Tourenanbieter sind verärgert. Die Alpinschule Tödi wird aber ohnehin keine Touren mehr in Amden durchführen, wie der Leiter Fridolin Hauser auf Anfrage sagte. Auch bei «Amden und Weesen Tourismus» ist man über das geplante Verobt nicht erfreut. Man werde im Fall eines Verbotes zusammen mit den Tourenanbietern nach Alternativen suchen müssen.

Vor gut 5 Monaten forderte der Canyoning-Unfall im Fallenbach bei Amdenzwei Todesopfer. Das Unglück bleibt ohne gerichtliche Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen hat das Verfahren eingestellt. Es seien keine Sorgfaltspflichten verletzt worden. Dass das Wasser so so rasch anstieg, habe man nicht vorhersehen können.