Carmen Haag: Kampf um neue Schnellstrasse und Prestigeprojekt

Am liebsten schwärmt die CVP-Politikerin von der Expo 2027. Bis dahin bestimmt aber auch der Bau einer neuen Schnellstrasse die Agenda.

Thurgauer Regierungsrätin Camen Haag in ihrem Büro.

Bildlegende: Carmen Haag politisiert seit ihrer Jugend für die CVP. In der Regierung sitzt sie seit 2014. SRF/Jonathan Fisch

  • Jahrgang: 1973
  • Beruf: Betriebsökonomin und Unternehmerin
  • Regierungsrätin seit 2014
  • Politische Laufbahn: Präsidentin der Jungen CVP Thurgau, 14 Jahre Mitglied des Grossen Rates des Kantons Thurgau, 7 Jahre Fraktionspräsidentin der CVP(-/glp) Fraktion

Die 42-jährige Betriebsökonomin ist in ihren Dossiers sattelfest und kompetent. Bei ihren Auftritten im Kantonsparlament wirkt sie freundlich - aber bestimmt. Und mit dieser Bestimmtheit vertritt sie ihre Anliegen - auch bei Geschäften, die sie von ihrem Vorgänger übernommen hat. Eines davon: Der Bau einer Schnellstrasse quer durch den Kanton. Seit der knappen Annahme durch das Stimmvolk im Jahr 2012 ist viel geplant worden - passiert ist noch nichts. Die Finanzierung ist nämlich weiter in der Schwebe. Es sieht ganz danach aus, als dass der Kanton sich doch an den Kosten des 800-Millionen-Projekts beteiligen muss.

Ins Schwärmen gerät Carmen Haag, wenn sie das Stichwort «Expo 2027» hört. Eine erste Hürde wird die Präsidentin des Steuerungsausschusses im Sommer nehmen: Dann stimmen die Thurgauer und St. Galler darüber ab, ob die Planung vorangetrieben werden soll.

Als Vorzeige-Kanton darf sich der Thurgau in Sachen Geothermie brüsten. Als einer der ersten Kantone hat der Thurgau ein Gesetz, das die Haftungsfragen im Detail regelt. Hier hatte Haag den Lead.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 12.03/17.30 Uhr