Cédric Noger: Die Weiterentwicklung stockt

Während seiner Jugendjahre galt Cédric Noger aus Wil als grosse Hoffnung des Ostschweizer Skisports. Heute ist der 22-Jährige auf sich alleine gestellt. Auch finanziell.

Cédric Noger aus Wil.

Bildlegende: Cédric Noger aus Wil hofft, auf der Piste den Anschluss wieder zu finden. zvg

Im Alter von zwölf Jahren wurde Cédric Noger aus Wil im Kanton St. Gallen in das Kader des Ostschweizerischen Skiverbandes aufgenommen. Bis vor kurzen gehörte er dem Europacupslalomkader an. Vor zwei Jahren wurde er im Riesenslalom an den Schweizer Meisterschaft Dritter. Der 22-jährige konnte jedoch die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen und wurde aus dem Kader geworfen.

Jetzt ist er – auch finanziell - auf sich alleine angestellt, trainiert im Liechtensteiner Verband und hofft, spätestens in der nächsten Saison wieder Fuss zu fassen. Für Cédric Noger ist es keine einfache Zeit. Es habe ihm der Spass am Skifahren und die Motivation gefehlt. Die Zurückstufung hat ihm auch moralisch zugesetzt. Der Frust ist gemäss seinen Aussagen gross gewesen. Er habe das Ganze aber auch als Chance gesehen, wieder zurückzukommen. An einen vorzeitigen Rücktritt hat der Wiler nie gedacht.

Obwohl Cédric Noger im Training gute Resulate erzielt, kann er diese nicht in das Rennen umsetzen. Er vermutet ein mentales Problem, an welchem er arbeitet. Sollte dieses Problem gelöst sein, kann er sich gut vorstellen, jene Leistungen zu bringen, die von ihm erwartet werden. Vielleicht bereits in der nächsten Woche an den Schweizer Meisterschaften in St. Moritz, wo er im Riesenslalom startet.