Chef der Glarner Kantonalbank geht

David Becher gibt sein Amt als Vorsitzender der Geschäftsleitung im Sommer ab. Mit der politisch initiierten Lohnkürzung habe dies nichts zu tun, sagt er.

Porträt David Becher

Bildlegende: David Becher hat die GLKB seit 2008 geleitet. zvg

«Ich habe über vier Jahren die Geschicke der Glarner Kantonalbank (GLKB) geführt. Es ist jetzt Zeit um weiterzugehen», erklärt David Becher seine Kündigung gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» auf Radio SRF.

Er habe sich zu Beginn seiner Amtszeit 2008 sechs Ziele gesetzt. Diese seien jetzt erfüllt. Näher auf den Inhalt seiner Ziele geht Becher nicht ein. Unter seiner Leitung hat sich die Bank laut Mitteilung stabilisiert und erzielte in den letzten Jahren Gewinne.

Sein Rücktritt fällt kurz auf einen Entscheid des Glarner Kantonparlaments von Anfang Jahr. Dieses hatte einen Vorschlag der Regierung gutgeheissen, der die Löhne der Bankführung nach oben beschränkt. Neu verdient ein Bankenchef der GLKB in Zukunft nicht mehr als 320'000 bis 400'000 Franken Fixlohn im Jahr. Die Regierung reagierte damit auf einen Vorstoss der SVP.

« Natürlich war ich nicht erfreut über den Lohnentscheid. Aber meine Frau und ich leben keinen derart opulenten Lebensstil, dass uns die neue Lohnbandbreite Sorgen bereitet hätte. »

Die faktische Lohnkürzung sei aber nicht ausschlaggebend gewesen für seine Kündigung, sagt Becher.  Diese sei aus persönlichen Gründen passiert.

Becher hat noch keine konkreten Pläne, welche Stelle er in Zukunft antreten will. Er könne sich sowohl eine weitere operative Stelle vorstellen wie auch ein Amt als Verwaltungsrat. Zuerst stehe wohl eine Reise mit seiner Frau auf dem Programm.