Cornelia Komposch: Kampf gegen mutmassliche Dschihadisten

Die Thurgauer SP-Regierungsrätin Cornelia Komposch ist erst ein gutes halbes Jahr im Amt. Im Departement für Justiz und Sicherheit hat sie sich noch nicht voll eingelebt. Bei einer Wiederwahl warten Herausforderungen im Sicherheitsbereich auf sie.

Cornelia Komposch

Bildlegende: Als einzige Sozialdemokratin in der Regierung muss Komposch für Kompromisse kämpfen. SRF/Philipp Gemperle

  • Jahrgang: 1963
  • Beruf: Krankenschwester und Bäuerin
  • Regierungsrätin seit 2015
  • Politische Laufbahn: Kantonsrätin (2004-2015), SP-Fraktionspräsidentin (2012-2015), Gemeinderätin Herdern (1998-2006), Gemeindepräsidentin Herdern (2006-2015)

Keine Juristin

Nach einem halben Jahr im Amt konnte Cornelia Komposch noch keine grossen Würfe machen. Sie hat sich auch noch nicht voll in alle Themen einarbeiten können, die Dossierfestigkeit von erfahrenen Regierungsräten hat Komposch noch nicht. Sie werde als Nicht-Juristin auch künftig viel Wert auf die Meinung ihrer Amtsleiter geben, gibt Komposch zu.

National in die Schlagzeilen geriet ein Merkblatt der Thurgauer Kantonspolizei. Damit wurden Vereine aufgefordert, mutmassliche Dschihadisten zu melden. Komposch verteidigte das Vorgehen. Auch für die Thurgauer Gefängnisse setzte sie sich ein. Dort würden keine prekären Zustände herrschen, wie das in einem Vorstoss im Kantonsparlament vermutet wurde.

Dschihadisten, Flüchtlinge und Gefängnisse

Die Aufgaben im Thurgauer Sicherheitsdepartement sind in den kommenden vier Jahren umfangreich. Die veränderte Sicherheitslage in Europa wird Cornelia Komposch beschäftigen, wenn sie wiedergewählt wird. Prävention gegen Dschihadisten sei auch künftig wichtig.

Die überbelegten Thurgauer Gefängnisse werden zudem ein zentrales Thema sein und auch die angespannte Situation im Flüchtlingsbereich.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 12:03/17:30 Uhr