Courant normal im Thurgau

Entgegen Prognosen haben sich bei den Grossratswahlen im Thurgau die Kleinen behauptet. Allen voran die BDP, welche mit drei Sitzen im Parlament vertreten bleibt. Und überraschend gar die Grünliberalen, die einen Sitz dazu gewinnen. Auch EVP und EDU konnten ihren Besitzstand wahren.

Blick durch Türe in leeren Grossratssaal.

Bildlegende: Die Parlamentswahlen 2016 bringen keine grossen Veränderungen. Die Politik im Kanton Thurgau ist insgesamt stabil. Keystone

Ein Grund für diese Stabilität ist nicht zuletzt bei der SVP auszumachen. Diese gibt sich – im Gegensatz zu anderen Kantonen – im Thurgau moderat und arbeitet als Regierungspartei in der Regel problemlos mit anderen bürgerlichen Parteien zusammen. Sie hat bei diesen Wahlen, im Vergleich zu anderen Kantonen, auch nicht massiv zugelegt.

Für die Zusammenarbeit zwischen Parlament und Regierung bedeuten diese Wahlen ebenfalls die Fortführung des eingeschlagenen Weges. Es wird kaum zu grossen Auseinandersetzungen zwischen Parlament und Regierung kommen.

Enttäuschend hingegen für alle Politiker: Die Wahlbeteiligung. Diese lag bei rund 30 Prozent. Dies dürfte für gewählte und nicht gewählte Politiker der grösste Denkzettel dieses Abstimmungssonntags sein.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30/06:32 Uhr