Das Appenzeller Bezirksgericht platzt aus allen Nähten

Das Kantons- und Bezirksgericht von Appenzell Innerrhoden leidet unter Platznot. Ein Rundgang zeigt: Die Not ist so gross, dass die gerichtlichen Abläufe gestört sind. Nun zeichnet sich eine Lösung ab - unter Umständen auch ein Neubau.

Gerichtspräsident Caius Savary betrachtet die Decke des Gerichtssaals im Bezirksgericht Appenzell.

Bildlegende: Im Sommer zu heiss, im Winter zu kalt: Gerichtspräsident Caius Savary betrachtet die Decke des Gerichtssaals. srf

Ein Rundgang durch das Appenzeller Kantons- und Bezirksgericht zeigt: Über zu viel Platz kann das Gericht nicht klagen. Der Empfangsraum ist zugleich Warteraum für Personen, die zu einer Verhandlung müssen und Kopierraum für die Mitarbeitenden des Gerichts. Dies führt zu Konflikten mit der Diskretion. Mitten im Raum steht zudem eine Wendeltreppe, die hinauf in den oberen Stock führt. Dort ist das Untersuchungsgefängnis untergebracht. Für Gerichtspräsident Caius Savary steht deshalb fest: «Wir bräuchten mehr Raum und mehr Diskretion für unsere Kundschaft.»

Ein Neubau ist möglich

Weiter ist der Gerichtssaal in einem sanierungswürdigen Zustand. Die Standeskommission lässt bei der Eigentümerin, der Versicherungskasse des Kantons, nun abklären, ob eine Erweiterung des Gebäudes möglich ist. «Wenn dies nicht möglich sein sollte, kommt auch ein Neubau für das Gericht in Frage», sagt Landesfähnrich Martin Bürki gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von radio SRF 1. Die Platzbedürfnisse des Gerichts seien auf jeden Fall ausgewiesen.

Wann der Entscheid fällt, ist noch offen. Zuerst müssten die Resultate der Abklärungen der Versicherungskasse abgewartet werden.