Das Geothermie-Bohrloch finanziell geschlossen

Das Geothermieprojekt der Stadt St. Gallen gehört auch finanziell der Vergangenheit an. Das St. Galler Stadtparlament hat die restlichen Millionen abgeschrieben.

Der Bohrturm für das Geothermie-Projekt in St. Gallen.

Bildlegende: Das St. Galler Stadtparlament musste sich nochmals mit dem gescheiterten Geothermie-Projekt beschäftigen. Stadt St. Gallen

Der Abbruch des St. Galler Geothermieprojektes kostet die Stadt rund 44 Millionen Franken. Das St. Galler Stadtparlament hat an seiner Sitzung vom Dienstag die restlichen 36 Millionen Franken davon abgeschrieben. Damit kann das Bohrloch auch finanziell geschlossen werden.

Für einmal waren sich die Parlamentarier von links bis rechts einig: Der Millionen-Abschrieb sei die logische Konsequenz nach dem Scheitern des Projekts, auch wenn sich alle ein anderes Ende gewünscht hätten.

Ob aus dem Bohrloch im Sittertobel eines Tages Gas gefördert werden kann, ist noch offen. Laut dem zuständigen Stadtrat Fredy Brunner laufen die Abklärungen dazu, Gespräche mit möglichen Partnern, die die fünf bis sieben Millionen Franken für sogenannte Langzeit-Gasfördertest aufbringen könnten, werden geführt. Brunner rechnet im nächsten halben Jahr mit weiteren Erkenntnissen.