AR: Kulturpreis an Helen Meier Das Schreiben als Lebenselixier

Die in Trogen lebende Schriftstellerin Helen Meier erhält den Kulturpreis 2017 des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Die 88-jährige Autorin wird damit für ihr «aussergewöhnlich reiches literarisches Werk» gewürdigt.

Helen Meier, Porträt.

Bildlegende: Schreiben sei «Wagnis und Irrtum, Spielfreude und Arbeit», charakterisierte Helen Meier einmal ihr Metier. KANTON APPENZELL AUSSERRHODEN

Der mit 25'000 Franken dotierte Preis wird seit 2008 alle zwei bis drei Jahre für herausragende künstlerische Leistungen vergeben, wie die Ausserrhoder Kantonskanzlei mitteilt. Helen Meier ist die fünfte Trägerin. Die Preisübergabe findet am 24. Mai an einer öffentlichen Feier in Trogen statt.

Helen Meier, 1929 im st. gallischen Mels geboren, arbeitete viele Jahre als Sonderschullehrerin. Vergleichsweise spät trat sie 1984 mit ihrem ersten Buch «Trockenwiese» an die Öffentlichkeit. Zusammen mit ihrem Auftritt am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb machte dies die Schriftstellerin schlagartig bekannt.

Helen Meier schrieb auch Theaterstücke. «Die gegessene Rose» wurde 1996 am Theater St. Gallen uraufgeführt, bis 2007 folgten die Stücke «Die Vereinbarung», «Janus» und «Heute».

Diese Haltung gegenüber dem Schreiben als Lebenselixier und existentielle Tätigkeit sei kennzeichnend für das Werk der 88-jährigen Autorin, schreibt der Kanton.

Erzählerisches Werk

Seit der Ausgabe ihres ersten Buches «Trockenwiese» entstand ein umfangreiches erzählerisches Werk. Dazu gehören die Romane «Lebenleben», «Die Novizin» und «Schlafwandel», zahlreiche Erzählbände sowie die dokumentarisch gefärbte, eng mit Trogen verbundene Erzählung «Adieu Herr Landammann (2001)».