Das St.Galler Fischereizentrum wird billiger

Der Kanton St. Gallen nimmt einen neuen Anlauf für ein neues Fischereizentrum in Steinach. Das ist auch ein wichtiges Projekt für die Firma TE Connectivity: Sie unterstützt den Bau mit 1 Million Franken. Die Parteien reagieren weitgehend positiv.

Ein Fischbehälter mit Jungfischen

Bildlegende: Für die Aufzucht von Fischen braucht das geplante Fischereizentrum warmes Bodenseewasser. Keystone

TE Connectivity steht direkt neben dem geplanten Standort des Fischereizentrums in Steinach. Die Firma erfüllt die Umweltschutzauflagen nicht mehr und muss die Kühltechnik ersetzen.

Neu würde die Firma Seewasser für die Kühlung brauchen. Das aufgewärmte Wasser wird in die Becken des Fischereizentrums geleitet, da dieses sowieso auf Warmwasser angewiesen ist.

Marcel Weibel von der Geschäftsleitung der TE Connectivity hofft deshalb, dass der Kantonsrat das Geschäft nun genehmigt. Es sei eine Menge Geld für die Firma, so Weibel.

Der Regierungsrat hat weitere Einsparungen vorgenommen: Die Nutzfläche sowie die Teiche werden kleiner. Zudem ist ein Liquidationsbeitrag der Fischzuchtgenossenschaft Rorschach eingerechnet. Letztlich kostet das Fischereizentrum rund 11 Millionen Franken anstatt rund 13 Millionen Franken.

Die Parteien des Kantonsparlaments reagieren weitgehend positiv. Die Fraktionen der CVP/EVP, SP/Grüne und Grünliberale/BDP wollen der Vorlage zustimmen.

Die SVP ist weniger euphorisch: es seien zwar die Mindestanforderungen gegeben, sagt Fraktionspräsident Michael Götte. Dass aber so schnell eine neue Vorlage komme, sei eine Zwängerei des Regierungsrates.

Der St. Galler Kantonsrat hatte das Fischereizentrum im Februar ganz knapp abgelehnt. Es sei zu teuer, so die Kritik. Allerdings war es ein Zufallsentscheid: In der Schlussabstimmung fehlten mehrere Räte im Saal.