Dem Einkaufstourismus an den Kragen

Eine weitere Idee gegen den Einkaufstourismus: Schweizer sollen Mehrwertsteuer im Ausland für Einkäufe unter 300 Franken nicht zurückerstattet bekommen – das die Idee einer Gruppe aus Kreuzlingen. So werde das Einkaufen in der Schweiz wieder attraktiver. Diese Idee ist rechtlich umstritten.

Drei Menschen in einem Raum, sichtbar sind die Beine und Hände mit Ausfuhrscheinen in der Hand.

Bildlegende: 16 Millionen Ausfuhrscheine stempelten die deutschen Zollämter im vergangenen Jahr. Keystone

Elf Milliarden Franken Umsatz verlor die Schweizer Wirtschaft im vergangenen Jahr ans Ausland. Mit der neuen Kreuzlinger Idee, die Mehrwertsteuer nur noch ab einem gewissen Betrag zurückerstattet zu bekommen, würde sich das Einkaufen im Ausland weniger lohnen und an Attraktivität verlieren.

Bis zu einem Drittel mehr Umsatz in der Schweiz und weniger Verkehr an den Grenzen, das seien die Vorteile der Idee, sagt Initiant Oswald Petersen.

Nicht durchsetzbar

Für die Juristin und Professorin für Mehrwertsteuer, Regine Schluckebier, ist die Idee rechtlich fragwürdig: «Es ist nicht möglich, dass der Schweizer Gesetzgeber einen Eingriff macht, der sich im deutschen Rechtssystem auswirken würde.»