Der Bartgeier fliegt

Vor fünf Jahren wurden im Calfeisental im Sarganserland die ersten Bartgeier ausgewildert. Heute leben in der Ostschweiz zwölf Tiere. Das Projekt sei ein Erfolg, sagt Pro Bartgeier-Geschäftsleiter Daniel Hegglin.

Bartgeier

Bildlegende: Vor sieben Jahren wurde Bartgeier «Blick» im Nationalpark in der Nähe des Ofenpasses ausgewildert. Keystone

Im Frühjahr 2010 wurden erstmals Bartgeier in den Schweizer Alpen ausgewildert, nachdem sie vor rund hundert Jahren ausgerottet wurden. «Heute geht es den Bartgeiern gut», sagt der Wildtierbiologe Daniel Hegglin von der Stiftung Pro Bartgeier.

Doch die genetische Basis sei noch schwach. Das bedeutet, dass es noch zu wenig Tiere gibt mit unterschiedlichem Erbgut. Deshalb wurden am Sonntag in der Zentralschweiz drei weitere Jungtiere ausgewildert.

Die Vögel stammen aus der österreichischen Eulen- und Greifvogelstation Haringsee, dem katalanischen Zuchtzentrum Vallcalent in Spanien und dem Natur- und Tierpark Goldau. Möglicherweise werden sich diese Tiere mit den Ostschweizer Bartgeiern paaren; das Einzugsgebiet der Vögel sei gross, so Hegglin.

Erste Brutpaare

Seit 1991 hat die Stiftung Pro Bartgeier bereits 26 Bartgeier im Schweizerischen Nationalpark und zwölf Bartgeier im Kanton St. Gallen erfolgreich ausgewildert. Seit 2007 brüten wieder erste Bartgeierpaare in der Schweiz an zehn Standorten im Engadin und im Wallis.