Der Fotoapparat muss draussen bleiben

Film- und Fotoverbot am ersten Schultag und am Besuchstag: Die Unterrichtszimmer an der Aadorfer Schule bleiben für Aufnahmen verschlossen. Der Grund: Die Erfahrung habe gezeigt, dass solche Aufnahmen im Internet auftauchen können - Filme zum Beispiel, die ein Schulkind verunglimpfen.

Kinder im Schulzimmer

Bildlegende: Entblössende Situationen im Schulzimmer sollen nicht fotografiert oder gefilmt werden. Keystone

Das Film- und Fotoverbot im Schulzimmer geht auf einen Vorfall zurück. Ein Kind wurde während dem Schulbesuchstag gefilmt, der Film dann ins Internet gestellt - er zeigt das Kind in einer unvorteilhaften Situation.

«Mit dem Verbot wollen wir die Integrität der Kinder wahren und vermeiden, dass die Kinder blossgestellt werden», sagt Schulpräsident Martin Köstli in der «Thurgauer Zeitung».

Nicht alles für die Öffentlichkeit geeignet

Es gebe immer wieder schwierige Situationen in der Schule, zum Beispiel dass ein Kind im Unterricht weinen müsse oder von den andern ausgelacht werde. «Solche Situationen sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Deshalb haben wir das Verbot beschlossen», sagt Köstli.

Das Verbot gilt allerdings nur für die Schulräume selbst, nicht aber für den Pausenhof. Ausgenommen vom Verbot sind auch andere Anlässe wie Theateraufführungen.