Der Kanton Glarus möchte Gewaltdelikten vorbeugen

Der Kanton Glarus richtet eine Fachstelle zur Verhinderung von Gewalttaten ein. Der Gebirgskanton folgt im Bedrohungsmanagement damit den Kantonen Solothurn und Zürich. Im Kanton Solothurn besteht seit Anfang 2013 das schweizweit erste umfassende Bedrohungsmanagement.

Gespräch am Bürotisch

Bildlegende: Auf Amtsstellen kommt es vor, dass Drohungen ausgesprochen werden. Glarus möchte diese nun eingeordnet haben. Keystone

In Glarus soll das kantonale Bedrohungsmanagement verhindern, dass es zu einer Gewalttat kommt. Studien belegen, dass im Vorfeld von schweren Gewalttaten Informationen über eine mögliche Eskalation vorhanden gewesen wären. Nur waren diese Informationen den verantwortlichen Stellen nicht zugänglich.

Informationen bei bedrohlichen Situationen sollen deshalb leichter ausgetauscht werden und an einer Stelle zusammenkommen. Zudem sollen in Glarus in exponierten Amtsstellen wie etwa dem Sozialamt Ansprechpersonen ausgebildet werden. Sie nehmen Erstbeurteilungen vor und schalten das Bedrohungs-management ein, wenn bei einer Person Anzeichen für Gewaltbereitschaft vorliegen.