Baudirektor Stefan Sutter geht «Der richtige Zeitpunkt für den Rücktritt»

Zwölf Jahren lang war Stefan Sutter als Bau- und Umweltdirektor des Kantons Appenzell Innerrhoden im Amt. Am letzten Sonntag ist er an der Landsgemeinde zurückgetreten. Dies sei der richtige Zeitpunkt, um sich nochmals beruflich neu zu orientieren, sagt Sutter.

Landsgemeinde 2005: Stefan Sutter wird in die Standeskommission gewählt.

Bildlegende: Stefan Sutter wird 2005 in die Standeskommission gewählt – hier zusammen mit Lorenz Koller (l) und Melchior Looser (r). Keystone

  • Gewählt wurde Stefan Sutter an der Landsgemeinde 2005. Zuvor war er während zwei Jahren für den Bezirk Rüte Mitglied des Grossen Rates. Dort engagierte er sich in der Wirtschaftskommission.
  • Als Bau- und Umweltdirektor vertrat er mehr als 50 Geschäfte im Kantonsparlament, und die Landsgemeinde musste sich 21 mal mit Geschäften aus dem Bau- und Umweltdepartement befassen.
  • Während der Amtszeit von Stefan Sutter hat der Kanton 22 Millionen Franken für den Unterhalt der kantonalen Hochbauten ausgegeben, 75,4 Millionen Franken in Hochbau investiert und 41,6 Millionen Franken in die kantonalen Strassen. Das wohl wichtigste Bauwerk ist das neue Alters- und Pflegezentrum, das den Kanton 24,8 Millionen Franken kostete – der höchste Rahmenkredit in der Geschichte des Kantons.
  • Ein Tiefpunkt in Sutters Schaffen sind die Landsgemeinden von 2007 und 2015. Vor zehn Jahren kandidierte er vergeblich als Nachfolger von Carlo Schmid für den Ständerat (gewählt wurde Ivo Bischofberger), und vor zwei Jahren wies das Volk überraschend die Vorlage für ein neues Hallenbad zurück (inzwischen ist der Rahmenkredit bewilligt).
  • Nach dem Rücktritt als Baudirektor will sich der 56-Jährige beruflich neu orientieren. Er ist als Ingenieur in einem St.Galler Energietechnik-Unternehmen tätig.