Der volkswirtschaftliche Wert eines Feiertages

In Appenzell Innerrhoden sollen lokale Feiertage wie zum Beispiel «Maria Himmelfahrt» wieder zu Arbeitstagen werden. In einem Vorstoss werden volkswirtschaftliche Argumente aufgeführt. Es ist aber schwierig, den wirtschaftlichen Wert eines Feiertags ausfindig zu machen.

Grabstein

Bildlegende: In Appenzell Innerrhoden sollen Feiertage wie zum Beispiel «Allerheiligen» abgeschafft werden. Keystone

Gesamtschweizerisch gesehen fallen Feiertage verschwindend klein ins Gewicht. Auf das Quartal hinaus gegerechnet macht ein Feiertag im Bruttoinlandprodukt mehr oder weniger 0,1 Prozent aus. Deshalb seien diese Feiertage gesamtschweizerisch gar nicht so wichtig, sagt Bruno Parnisani, Ressortleiter Konjunktur des Staatssekretariats für Wirtschaft.

Kantonal könne sich ein solcher Feiertag mehr auswirken, so Parnisani weiter. Damit sieht sich der Innerrhoder Volkswirtschaftsdirektor und Landammann Daniel Fässler konfrontiert. Die Regierung muss nun Zahlen des Gewerbes einholen, um herauszufinden, wieviel der Innerrhoder Volkswirtschaft durch die 13 Feiertage verloren gehen.

Die wirtschaftlichen Aspekte seien in diesem Zusammenhang schon zu beachten, sagt Daniel Fässler auf Anfrage. Aber es dürfe nicht vergessen werden, dass in Innerrhoden die katholische Kultur fest verankert sei und nach wie vor Leute diese Feiertage zelebrieren.