Der Westwind stoppt die Appenzeller Bahnen

Laseier heisst das Westwind-Phänomen, das nur zwischen Wasserauen und der Schwende auftritt. Und vor dem sich besonders die Appenzeller Bahnen fürchten. Sie stellten deshalb am Freitagmorgen den Betrieb zwischen Weissbad und Wasserauen für vier Stunden ein.

Die Zugkomposition, die am 19. Januar wegen eines starken Westwinds aus den Schinen gehoben wurde.

Bildlegende: Gefährlicher Westwind: Am 19. Januar 2007 hob der Lasaier einen Zug der Appenzeller Bahnen aus den Schinen. Keystone

Bereits am 19. Januar 2007 brachte der berüchtigte Lasaier die Appenzeller Bahnen ins Schwitzen. Damals hob eine starke Windböe einen Zug aus den Schienen - gottlob wurde niemand verletzt. Seither beobachtet man bei den Appenzeller Bahnen das Wetter besonders gut - gerade wenn es stürmt.

Bereits am Donnerstagabend warnte «Meteo Schweiz» vor einem Föhnsturm, am Freitag früh drehte der Wind dann aber auf Nordwest, mit einer Geschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde. «Geschieht dies, so müssen wir davon ausgehen, dass der Lasaier auftritt. Dann müssen wir jeweils den Betrieb umstellen», sagt Alexander Liniger, Mediensprecher der Appenzellerbahnen gegenüber SRF 1. Zwischen 06.45 und 11 Uhr war die Strecke Weissbad-Wasserauen für den Zugverkehr deshalb gesperrt.