Detailhändler im Grenzgebiet besonders unter Druck

Das Forschungsbüro Bakbasel rechnet für 2015 mit einem Umsatzrückgang von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem kleinere Detailhändler an der Grenze würden unter dieser Entwicklung leiden.

In Konstanz sind die Einkaufsläden voll.

Bildlegende: Warten, Anstehen und Gedränge: Viele Ostschweizer zieht es zum Einkaufen über die Grenze. Keystone

Aktuelle Daten zum Detailhandel des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigten erste Auswirkungen des Aufwertungsschocks, heisst es in einer Mitteilung von Bakbasel. Zwischen Januar und Mai habe sich der bereits sechs Jahre anhaltende Preiszerfall beschleunigt. Gleichzeitig sanken wegen sinkender Nachfrage die realen Umsätze. Damit lagen die Umsätze des Detailhandels deutlich unter Vorjahresniveau.

Eindrücklich sei insbesondere der kräftige Nachfragerückgang im Monat Februar, der auf einen temporären Höhepunkt im Einkaufstourismus zurückzuführen sein dürfte, schreibt Bakbasel.

Gerade im Grenzgebiet sei der Druck auf kleinere Detailhändler besonders hoch, sagt Ökonom Jonas Stoll. Um im Wettbewerb bestehen zu können, brauche es Preissenkungen und eine Stärkung des Onlinehandels.