Die Berufswahl von Jugendlichen im Kanton St. Gallen verändern

Weniger als ein Prozent der Jugendlichen wählt einen Beruf, der für ihr Geschlecht untypisch ist. Das ist zu wenig, findet die kantonale Gleichstellungsförderung und hat darum an der Ostschweizer Bildungsmesse in St. Gallen die Sonderschau «Typisch Frau, typisch Mann» eingerichtet.

Jugendliche sitzen und stehen um einen Tisch an der Ostschweizer Bildungsausstellung.

Bildlegende: Laut einer Nationalfondsstudie steigen weniger als ein Prozent der Jugendlichen in geschlechteruntypische Berufe ein. SRF

Die kantonale Gleichstellungsförderung will die jungen Besucherinnen und Besucher der Ostschweizer Bildungsmesse zum Nachdenken über Rollenklischees in der Berufswahl anregen. Warum nicht als Frau Försterin lernen oder als Mann Kindergärtner?

Vielfalt bei der Berufswahl

Frauen arbeiten in frauentypischen, Männer in männertypischen Berufen: Diese Geschlechtertrennung ist in der Schweiz stärker ausgeprägt als im übrigen Europa. Laut einer Nationalfondsstudie steigen weniger als ein Prozent der Jugendlichen in geschlechteruntypische Berufe ein. Und diese wenigen Jugendlichen bräuchten sehr viel Courage, da sie von ihrem Umfeld, vor allem durch das Elternhaus und ihre Pears, stark geprägt seien, sagt die Projektleiterin Brigitte Meyer.

Dieser Umstand führe dazu, dass die Vielfalt bei der Berufswahl eingeschränkt werde. Es bestehe heute die Situation, dass Mädchen aus rund 10 und Knaben aus 14 Berufen auswählen. Dabei brauche die Wirtschaft dringend Leute, die sich wieder vermehrt für technische Berufe interessierten, sagt Brigitte Meyer gegen der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.