«Die Betreuung der Kinder darf kein Hindernis sein»

Die St.Galler Regierung will Frauen, die nicht oder nur in einem Teilzeitpensum arbeiten, in den Arbeitsprozess integrieren. So soll der Arbeits- und Fachkräftemangel reduziert werden. Kindertagesstätten könnten dafür ein guter Anreiz sein.

Spielendes Kind

Bildlegende: Mit zusätzlichen Kindertagesstätten sollen Eltern entlastet werden. Das soll Frauen wieder zurück ins Büro bringen. Keystone

«Das Potential an Arbeitskräften im Kanton St.Gallen ist insbesondere bei den nicht- oder teilzeiterwerbstätigen Frauen, aber auch bei Männern mit einem tiefen Ausbildungsstand bei weitem nicht ausgeschöpft. Bei den Fachkräften gilt dies nicht: Männer wie Frauen mit einer tertiären Ausbildung, sind bereits zu einem sehr hohen Anteil erwerbstätig.» Zu diesem Schluss kommt die St.Galler Regierung in einem Bericht zum Arbeits- und Fachkräftemangel im Kanton.

Neben verschiedenen Massnahmen zur Förderung der verschiedenen Berufe – zum Beispiel Informatik-Mittelschulen – will die St.Galler Regierung nun auch prüfen, wie viele Kindertagsstätten es im Kanton gibt und wie diese finanziert werden. Denn: «Unser Ziel ist es, dass die Menschen, die in den Arbeitsprozess zurück wollen und können, dass dies möglich sein muss. Die Betreuung der Kinder darf kein Hindernis sein», so Volkswirtschaftsdirektor Beni Würth.