Die Gefahrenkarte fordert die Gemeinden

Um die Bevölkerung vor Naturgefahren zu schützen, mussten die Kantone Gefahrenkarten erstellen. Nun liegt es an den Gemeinden, die entsprechenden Schutzmassnahmen zu treffen. In Weesen wurden so rund 16 Millionen Franken verbaut.

Flibach in Weesen

Bildlegende: Die Gemeinde Weesen hat für die Verbauungen am Flibach rund 10 Millionen Franken investiert. SRF

Drei Viertel der St. Galler Gemeinden haben Massnahmen eingeleitet oder bereits umgesetzt, sagt Hubert Meusburger vom St. Galler Tiefbauamt. Der restliche Viertel sollte noch dieses Jahr damit beginnen. So werden allein im Kanton St. Gallen rund 20 Millionen Franken jährlich verbaut.

Als Vorzeigegemeinde bezeichnet Hubert Meusburger die Gemeinde Weesen am Walensee. Vier Bäche fliessen durch das Siedlungsgebiet hindurch in den Walensee. Deshalb gab es 1999, 2005 und 2007 Überschwemmungen. Nun wurden rund 16 Millionen Franken in Verbauungen investiert.

Auch Hausbesitzer mussten Sicherungsmassnahmen, wie zum Beispiel Mauern erstellen, vornehmen. Die Gemeinde habe bei Neubauten frühzeitig informiert, sagt Gemeindepräsident Mario Fedi. Die Kosten hätten die Bauherren so im Griff behalten können. Anfängliche Skepsis sei schnell verflogen: «Wir haben Bilder aus dem Jahr 1999 gezeigt», sagt Fedi.