Die Gemeinde Amden und der Kanton finden Kompromisse

Der Gemeinderat von Amden und Regierungsrat Fredy Fässler haben sich zu einem Gespräch über das künftige Asylzentrum im Kurhaus Bergruh getroffen. Dabei kam es zu einer Annäherung in verschiedenen Punkten, wie die Gemeinde und die Staatskanzlei mitteilten.

Geplantes Asylzentrum Bergruh in Amden

Bildlegende: Blick auf das Kur- und Ferienhaus Bergruh. Ab 2016 möchte der Kanton hier Asylbewerber unterbringen. Keystone

Ein zentrales Gesprächsthema war die Dauer des Mietvertrags zwischen dem Kloster Baldegg und dem Kanton. Die geplanten fünf Jahre mit Verlängerungsmöglichkeit waren dem Gemeinderat zu lang. Der Kanton wollte in diesem Punkt keine Zusicherungen machen.

«  Niemand weiss, wie sich das Asylwesen aufgrund der weltpolitischen Lage in den nächsten Jahren entwickelt.  »

Fredy Fässler
Regierungsrat

Auch bei der Anzahl Asylsuchender, die in Amden untergebracht werden, war Fässler zunächst zu keiner pauschalen Zusicherung bereit. Nach eingehender Diskussion stellte der Kanton jedoch in Aussicht, im Jahresdurchschnitt weniger als 100 Asylsuchende im Bergruh unterzubringen.

Der Kanton legte verbindliche Konzepte über den Betrieb und die Betreuung der Asylsuchenden sowie über den Schulunterricht für Kinder und Erwachsene vor.

Der Gemeindepräsident von Amden, Urs Roth, spricht von einem «Teilerfolg». Er sei froh, dass der Kanton die Zahl der Flüchtlinge im Durchschnitt senken wolle.