Streit um Fachhochschulen Die HSR zeigt Nervenstärke

Die St. Galler Regierung liebäugelt damit, die drei Fachhochschulen einer zentralen Leitung zu unterstellen. Dagegen laufen vor allem Politiker aus dem Linthgebiet Sturm. Sie fürchten um die Autonomie der Rapperswiler Hochschule für Technik. Etwas gelassener nimmt es die Hochschule selber.

Luftaufnahme der HSR

Bildlegende: Politiker aus dem Linthgebiet fürchten um die Zukunft der HSR. ZVG

Die Ausgangslage: Die St. Galler Regierung strebt eine Hochschulreform an. Der Bund verlangt nämlich, dass sich die drei bis heute autonomen St. Galler Fachhochschulen zusammenschliessen oder jede für sich selbständig wird. Die Regierung bevorzugt den Zusammenschluss unter einer neuen gemeinsamen Leitung der Fachhochschulen.

Das Problem: Insbesondere im Linthgebiet stösst das Vorhaben auf heftige Kritik. Die Hochschule für Technik in Rapperswil (HSR) - nebst den Fachhochschulen in Buchs und St. Gallen die dritte im Bunde - verliere mit einer zentralen Führung ihre Selbständigkeit und den Kontakt zur Wirtschaft. Das wäre der Todesstoss für die HSR, liessen etwa die Gemeinden im Linthgebiet verlauten.

Der Standpunkt der HSR: Auch die HSR gibt zu Bedenken, dass die Autonomie in Forschung und Lehre absolut entscheidend sei für die Qualität der Fachhochschule. Seien Autonomie und Qualität aber gewährleistet, dann sei auch eine neue zentrale Führung der drei Fachhochschulen durchaus ein gangbarer Weg. Es gelte nun abzuwarten, wie die konkreten Pläne der Regierung aussehen.