«Die Kirche eignet sich oft nicht als Asylunterkunft»

Jede Woche erhält der Kanton St. Gallen 50 Asylsuchende zugewiesen. Die Unterkünfte sind voll, der Kanton sucht dringend freie Plätze. Die Kirche verfügt über diverse Liegenschaften. Geeignet seien diese aber oft nicht.

Das Kloster Berg Sion bei Gommiswald

Bildlegende: Das Kloster Berg Sion oberhalb von Gommiswald: Fliessendes Wasser gibt es nur in gewissen Räumen. zvg

Das Kloster Berg Sion oberhalb von Gommiswald im St. Galler Linthgebiet ist ein grosses Barockgebäude. Darin leben heute nur noch zehn betagte Schwestern. Freie Plätze hätte es also viel, nur: «Die Schwestern können sich nicht um die Asylsuchenden kümmern. Sie wären überfordert. Zudem ist das Gebäude denkmalgeschützt und verschachtelt», so der Kanzler des Bistums St. Gallen, Claudius Luterbacher.

Viele kirchliche Liegenschaften wären im Besitz der Kirchgemeinden. Claudius Luterbacher geht davon aus, dass nach den Sommerferien die eine oder andere Kirchgemeinde dem Kanton ein Gebäude zur Verfügung stellen könnte. Einen Aufruf an die Kirchgemeinden habe das Bistum St. Gallen bisher nicht geplant.