Die Olma-Flüchtlinge

Olmabratwurst, Bier und Chilbi – an der Olma wird nebst der Messe auch zünftig gefeiert. Gleich neben dem Festgelände ist das Museumsquartier. Dieses steht in den elf Olma-Tagen fast leer, weil die Anwohner flüchten.

Es sind zwei Welten, die aufeinander treffen. Zwei, die sich nicht immer vertragen. Während draussen das Halligalli tobt, wohnen an der Blumenaustrasse 22 Leute, die sich nicht ins Festgetümmel werfen wollen. Das ganze Jahre hindurch wohnen sie in einer ruhigen Umgebung, nur wenn Olma-Zeit ist, dann wird es laut. Die meisten von ihnen fliehen.

Dreck und Lärm

Zum einen stören sich viele am Lärm der Bahnen, der Chilbi oder auch an den Party-Gänger spät in der Nacht. Hinzu komme der Dreck, den diese hinterlassen, sagt Anwohner Robert Mähr. Ein anderes Problem hat sein Nachbar Evert Ouwerkerk und zwar in seinem Vorgarten.

«  Heute stehen WC-Container, früher hat man meinen Garten benutzt. »

Evert Ouwerkerk
Anwohner St. Galler Museumsquartier

Grundsätzlich sei die Olma eine tolle Sache, sind sich die beiden einig. Vor allem wollen sie sich nicht beschweren. Man wisse, was auf einen zukomme, wenn man ins Museumsquartier ziehe. Entweder man dulde es - oder eben: man flüchtet.