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Ostschweiz Die Parklücke auf dem Bahnperron gefunden

Vielleicht dachte der 26jährige Lenker an den Ausdruck «wie auf Schienen» fahren. Seine Motive bleiben aber im Dunkeln. Jedenfalls erwachte das st.gallische Degersheim am Weihnachtsmorgen mit einem Fremdkörper auf dem Bahnperron.

Um 7 Uhr in der Früh wunderte sich ein Zugführer nicht schlecht, als er auf dem Perron direkt neben den Geleisen ein parkiertes Auto vorfand.

Die ausgerückten Polizisten fanden das Fahrzeug verschlossen und beschädigt vor. Um überhaupt auf das Perron zu gelangen, braucht es Geschick. Der Lenker musste nämlich vom Bahnhofplatz her zunächst über eine Rampe in eine schmale Fussgängerunterführung fahren und das Fahrzeug anschliessend auf das Perron lenken.

In einer aufwendigen Bergungsaktion wurde der Wagen mit einem Kran vom Perron gehoben. Dazu musste der Strom der Südostbahn abgeschaltet werden.

Keine Erinnerung an Tat

Die Polizei machte inzwischen den mutmasslichen Lenker ausfindig, einen 26jährigen Mann. Er war mit dem Auto seiner Mutter im Ausgang, konnte sich aber nicht mehr daran erinnern, ob er den Wagen auch selber gelenkt hatte.

Eine umfangreiche Spurenauswertung am Fahrzeug werde «diese Erinnerungslücke zu schliessen versuchen», schreibt die Polizei. Sie verfügte zudem eine Urin- und Blutprobe. Diese soll klären, ob der Mann unter Drogen- und Alkoholeinfluss stand. Die Polizei sucht Zeugen.

9 Kommentare

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  • Kommentar von A.F., Goldau
    Geil, super Action! Dazu gibt es sicher irgendwo ein Youtube-Filmchen. Heute wird ja alles gefilmt, auch in voll drögem Zustand.
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  • Kommentar von Souichi, Therwil
    Wie bereits geschrieben wurde, wenn man sich nicht mal daran Erinnern kann, was man gemacht hatte und WER das Auto gefahren hatte, dann sollte ein Vorerst den Fuehrerschein enziehen, bis Abgeklaert ist, ob diese Person ueberhaupt Fahrtuechtig ist, und keine Gefahr fuer den Allgemeinen Strassenverkehr. Deshalb gilt ganz klar, Kein Alkohol resp. kein zusaetzlicher Alkohol und keine Drogen wenn man ein Fahrzeug faehrt! Verantwortung, auch anderen gegegen ueber!!! Wir sind nicht allein a. Strassen
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  • Kommentar von A. Brunner, Basel
    Lebenslang Fahrausweis weg, da die Gefahr von Erinnerungslücken für den Verkehr nicht verantwortbar ist. Zum Glück war der Lenker ehrlich, so wird der Ausweisentzug einfacher gehen.
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