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Ostschweiz Die Reaktionen zum Kopftuchurteil

Ein muslimisches Mädchen aus St. Margrethen darf weiterhin mit dem Kopftuch zur Schule. Das Bundesgericht hat das Verbot für unzulässig erklärt. So beurteilen der Vater des Mädchens, die St. Galler Regierung und der Präsident der St. Galler Schulträger das Urteil.

Legende: Video Kopftuchverbot unzulässig abspielen. Laufzeit 4:49 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 11.12.2015.

Emir Tahirovic, Vater des muslimischen Mädchens: «Wir freuen uns riesig über diesen Entscheid. Es ist ein grosser Schritt. Dieser Entscheid nimmt den kriminellen Organisationen wie ISIS den Wind aus den Segeln. So haben diese Organisationen kein Grund gegen die Schweiz zu hetzen. Ich bin froh über das Urteil. Wir haben diesen Kampf gewonnen, doch es wird noch weitere geben. Mich stört, dass meine Tochter an die Weihnachtsfeier muss.»

Stefan Kölliker, St. Galler Regierungsrat: «Wir sind froh hat das Bundesgericht endlich entschieden. Diese Frage hat uns nun schon seit Jahren beschäftigt.

Wir hatten vier Fälle, in denen es immer wieder zu Konflikten kam.

Wir sind gespannt auf die schriftliche Begründung, weil auch die Bundesrichter den Fall kontrovers diskutierten. Ich bin froh über die Entscheidung, persönlich bin ich aber anderer Meinung. Trotzdem haben wir einen Entscheid an dem wir uns in Zukunft orientieren können. Wir können nun in den nächsten Monaten die hängigen Motionen zu diesem Thema beantworten. Diese fordern auf der Stufe Volksschulgesetz eine einheitliche Regelung für den ganzen Kanton, wie wir das machen wissen wir aber zurzeit noch nicht».

Thomas Rüegg, Präsident der St. Galler Schulpräsidenten: «Ich bin froh, dass das Gericht entschieden hat und nun Klarheit herrscht. Ich bin auch froh, dass das Urteil in diese Richtung gefällt wurde. Wenn Gesellschaft, Politik und Religion sich streiten, dann ist das nicht förderlich für Lehrende und Lernende.»

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Grundsätzlich ist diese Kopftuch "ja/nein" Auseinandersetzung unter der hiesigen Glaubens- und Religionsfreiheit total Gaga. Schluss muss bei der Burka sein: Unakzeptabel, auch bei Touristinnen, wir wollen sehen, wer darunter ist. Total daneben deshalb die Aussage des Vaters, Fazit: das Kind wurde für einen "übergeordneten Kampf" missbraucht. Diese Aussage entlarvt ihn und die Seinesgleichen komplett, voilà: auch dem kann man in Zukunft Rechnung tragen, der Schuss ist nach hinten losgegangen!
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  • Kommentar von Thomas Z (TZ)
    Ich hatte jahrelang mit Moslems zu tun in Malaysia, Indonesien etc. - gemässigte islamische Staaten also. NIE aber hätte ich es gewagt dermassen frech und anmassend mich zu benehmen wie z.B. der Vater des Mädchens sich darstellt. In ihren Ländern ist nichts erlaubt, in unseren Ländern haben die noch die Frechheit Forderungen zu stellen und die Leute in Europa müssen sich dies noch gefallen lassen durch Gerichtsentscheide. Parallelgesellschaften sind die Folge und Rassenkonflikte in der Zukunft.
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  • Kommentar von A. Moser (AM)
    Ach kommt schon - ist doch alles halb so schlimm! Es geht ja "nur" um ein Kopftuch... OK, nun werden wohl Baseball-Caps auch bewilligt - und Weihnachten wohl schon bald aus dem Unterricht verbannt, wie auch Ostern und andere christliche Feiertage. Zu "Integrationszwecken" werden dafür wohl bald ein paar islamische Feiertage an den Schule obligatorisch - aber es sind ja immer nur kleine, unbedeutende Änderungen... und irgendwann erwachen wir und reiben uns verwundert die Augen!
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