«Die Rösti wird ab und zu mit Ketchup gewünscht»

Es war im April als eine amerikanische Online Zeitung eine Rangliste herausgab: Diese führte die angeblich zehn interessantesten Restaurants der Welt auf. Den ersten Platz belegte der Äscher im Alpstein.

Äscherwand und Restaurant

Bildlegende: Äscher: Seit rund 200 Jahren werden im Gasthaus mitten im Fels Gäste beherbergt. Keystone

Wenn es nach der Huffington Post geht, gehören unter anderen «The Rock Restaurant» in Zanzibar, das «Soneva Kiri Treetop Dining» in Thailand oder das «Ithaa Undersea Restaurant» zu den interessantesten Restaurants der Welt. Spitzenreiter dieser Rangliste ist aber der Äscher im Alpstein.

Das Essen sei vorzüglich und die Aussicht atemberaubend, meint die Huffington Post. Das Berggasthaus Äscher ist es gewohnt, Gäste aus Amerika zu begrüssen. Der Artikel habe jedoch für weitere Kundschaft gesorgt, sagt Äscher-Wirtin Nicole Knechtle in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

Allgemein sei das Publikum internationaler geworden, man habe Menschen aus der ganzen Welt zu Gast. Dies bestätigt auch Beni Fuchs. Er ist technischer Leiter der Ebenalp Bergbahnen: «Wenn ich am Schalter stehe, muss ich viel mehr Englisch reden als früher. Auch meine Mitarbeiter sind gefordert und müssen wenn nötig Englischkurse besuchen.»

Dass das Publikum internationaler geworden ist, ändert auf dem Berg selbst nicht viel. Die Menukarte gebe es jetzt einfach auch englischer Version, schmunzelt Nicole Knechtle: «Rösti mit Käse und Speck mögen die Amerikaner ja auch. Und klar, manchmal wird schon mal Ketchup dazu bestellt». Das Ketchup erhält der Gast auch, allerdings mit dem Hinweis, dass die Rösti ohne besser schmecke.