Die Schweiz will Liechtenstein keine Steuern abgeben

Schweizerinnen und Schweizer, die in Liechtenstein arbeiten, sollen dort Steuern zahlen. Dies ist eine Forderung des Fürstentums Liechtenstein, das mit der Schweiz ein neues Steuerabkommen aushandeln wird. Der Ständerat hat heute über einen Vorstoss zu diesem Steuerabkommen beraten.

Geländer der Rheinbrücke an welchem die Namen der Schweiz und Liechtenstein angebracht sind

Bildlegende: Steuern können am Wohn- oder am Arbeitsort einer Person erhoben werden. Keystone

Die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter rechnete im Rat vor: «Würden die 9442 Schweizer im Fürstentum Liechtenstein an der Quelle besteuert, entgingen der Schweiz - insbesondere den Kantonen St. Gallen und Graubünden - Einnahmen von 20 bis 22 Millionen Franken.» Geld, welches die Kantone lieber nicht an das Fürstentum abgeben möchten.

Für den Ständerat kommt eine solche Quellensteuer für Schweizerinnen und Schweizer, die in Liechtenstein arbeiten, nicht in Frage. Der Vorstoss wurde deshalb entsprechend angepasst und geht nun zurück in den Nationalrat.