Die St. Galler Geothermie kostet 50 Millionen Franken

Die grossen Hoffnungen auf die Geothermie in St. Gallen haben sich vor einem Jahr zerschlagen. Nun ist klar, dass das die Stadt rund 35 Millionen Franken kosten wird, der Bund soll 15 Millionen übernehmen. Dem Image der Stadt hat der Abbruch des Projekts aber kaum geschadet.

Bohrturm Geothermie

Bildlegende: Für das Geothermie-Projekt in St. Gallen war kein PR-Büro im Einsatz. SRF

Die Krisenkommunikation insbesondere in den Tagen nach dem Erdbeben wurde weit herum gerühmt. So lobte zum Beispiel die Schweizer Vereinigung der PR-Fachleute die schnelle und offene Kommunikation.

Alles sei auf einem A3-Blatt vorbereitet gewesen, sagt der zuständige St. Galler Stadtrat Fredy Brunner. Dort habe das kleine Projektteam im Vorfeld die Telefonnummern von allen relevanten Stellen aufgeschrieben. So habe man sich für alle Fälle gewappnet.

Keine Kommunikationsprofis

Inhaltlich hat sich Brunner auf ein mögliches Erdbeben aber nicht vorbereitet: «Wir haben einfach gesagt, was passiert ist.» Kommunikationsprofis seien dafür nicht nötig gewesen. Deshalb hat die Kommunikation gemäss Brunner auch nur wenige Tausend Franken gekostet.

Nun bleibt noch die Hoffnung auf die Förderung von Erdgas. Brunner rechnet damit, dass die Stadt rund 35 Millionen Franken abschreiben muss.