Die Tigermücke im Heidiland

Erstmals wurde nördlich der Alpen die Tigermücke nachgewiesen. An drei Standorten - unter anderem auch auf der Raststätte «Heidiland» im St. Galler Sarganserland. Beunruhigen muss dieser Fund nicht. Bund und Kantone behalten die Situation aber im Auge.

Eine Nahaufnahme einer Tigermücke, wie sie einen Menschen sticht.

Bildlegende: Als blinder Passagier hat es die Tigermücke über die Alpen geschafft. Keystone

Wer hierzulande das Wort Tigermücke hört, der denkt in erster Linie an den Tessin. Dort wurde das Insekt, das ursprünglich aus Asien stammt, zum ersten Mal nachgewiesen. Nun hat es die Tigermücke über die Alpen geschafft, bis hinunter in das Rheintal. Auf der Raststätte Heidiland tappte sie in eine Falle, ausgelegt vom Tropeninstitut im Rahmen einer Überwachung vom Bundesamt für Umwelt.

An 30 Standorten in der Schweiz wurden Fallen aufgestellt, vornehmlich entlang von Autobahnen und auf Raststätten. Die Mücken fliegen im Süden in Autos oder Lastwagen und gelangen so über die Alpen in die Nordschweiz - als blinde Passagiere so quasi.


Die Tigermücke in der Ostschweiz

1:56 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 21.11.2013

Grund zur Beunruhigung bestehe allerdings nicht, sagt Basil Gerber vom Bundesamt für Umwelt gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». In den Fallen hat man lediglich Eier gefunden. Ausserdem sei der hiesige Winter zu kalt für die Mücke.
Gemeinsam mit den Kantonen behalte man die Mücke allerdings im Auge.