Drama um Liebe, Macht und Religion auf dem Klosterplatz

An den neunten St. Galler Festspielen wird die Oper «La Favorita» gezeigt. Auf der Bühne vor dem Kloster dreht sich alles um Leonora, die dem König und einem Novizen den Kopf verdreht.

Zur Geschichte: Fernando tritt aus dem Kloster aus, weil er sich in Leonora verliebt, der Lieblingsmätresse des Königs. Und ausgerechnet dieser möchte seine Favoritin heiraten. Doch als der Papst dem König mit dem Kirchenbann droht, lässt er von den Hochzeitsplänen ab. Daraufhin vermählt sich Fernando mit Leonora, erfährt jedoch kurz nach der Hochzeit von ihrer Vergangenheit mit dem König und kehrt daraufhin ins Kloster zurück, um sein Gelübde abzulegen.

Geprägt von Herzschmerz

Das Stück «La Favorita» ist geprägt von Herzschmerz, Drama und Tragik. Ausgelöst von Leonora, die gespielt wird von Elena Maximova. Die junge Russin, die sich mit ihren Rollen als Carmen, Charlotte, Olga, Polina und Eboli europaweit einen Namen gemacht hat, ist im Rahmen der Festspiele zum dritten Mal in St. Gallen. Gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF sagt sie: «Ich komme gerne hierher. Es ist angenehm hier zu arbeiten und das Theater ist fantastisch.»

Das Auftreten an Festspielen verlangt der Künstlerin jedoch viel ab. Denn anders als in den Opernhäusern wird an Festspielen unter freiem Himmel gesungen. Kälte, Regen und Wind setzen dem Körper zu. Doch Elena Maximova hat Spass an der Herausforderung und geniesst die Zeit auf der Bühne. Sie wird noch bis Anfang Juli dort zu sehen sein.