Drei Stunden Fahrzeit für einen neuen Pass

In einem Vorstoss aus dem St.Galler Kantonsrat wird kritisiert, dass sich das einzige Passbüro des Kantons in der Stadt St.Gallen befindet. Die Regionen Sarganserland und Werdenberg seien benachteiligt. Eine Zusammenarbeit mit Glarus und Graubünden könnte das Problem lösen.

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Bildlegende: Der neue Reisepass wird nur noch in der Stadt St. Gallen ausgestellt. Keystone

Wer aus dem südlichen Kantonsteil einen Pass beantrage, müsse einen erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand in Kauf nehmen, heisst es im Vorstoss, der parteiübergreifend von Thomas Warzinek (CVP), Jörg Tanner (GLP), Walter Gartmann (SVP), Joe Walser (SP) und Daniel Bühler (FDP) eingereicht wurde. Allein die Fahrtzeit betrage schnell einmal drei Stunden.

Zu diesem Problem habe es bereits einen Vorstoss, zahlreiche Leserbriefe im «Sarganserländer» und 2010 eine Petition mit 2700 Unterschriften gegeben – nichts sei passiert. Als Lösung wird ein zusätzliches Passbüro in Sargans oder eine Zusammenarbeit mit Graubünden oder Glarus vorgeschlagen. Die fünf Kantonsräte wollen nun von der Regierung wissen, ob Verbesserungen in Planung seien oder ob zumindest eine Zusammenarbeit mit den Nachbarkantonen realisiert werden könnte.