Dubiose Makler hauen Thurgauer übers Ohr

Thurgauer werden per Telefon auf neue Art belästigt. Unbekannte Anrufer wollen Beratungsgespräche vermitteln unter dem Vorwand der zuviel bezahlten Krankenkassenprämien.

In sieben Kantonen haben die Versicherten in den letzten Jahren zuviel Krankenkassenprämien bezahlt. Die Politik streitet sich zurzeit über eine gerechte Lösung. Mittlerweile machen sich dubiose Krankenkassenvermittler das Problem zunutze.

Die Makler rufen bei Thurgauern an und geben sich zum Beispiel als Krankenkasse aus. Sie wollen ein Beratungsgespräch vermitteln um über die zuviel bezahlten Krankenkassenprämien zu diskutieren. Das Thurgauer Gesundheitsamt hat Kenntnis von solchen Fällen.

Darüber gebe es aber nichts zu diskutieren, sagt Silvia Schütz vom Krankenkassenverband Santésuisse. Die Politik müsse eine Lösung finden. Schütz rät, das Telefonat in solchen Fällen abzubrechen. Zudem solle man sich mit einem Formular auf der Homepage von Santésuisse melden.

Die Aussichten auf Erfolg sind allerdings klein. Sowohl Santésuisse als auch den Kantonen sind in den meisten Fällen die Hände gebunden. Das Problem ist, dass man die Anrufer meist nicht ausfindig machen kann.