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Ostschweiz Ein digitales Stück Stoff

Das «Digitale Musterbuch» im Textilmuseum St. Gallen zeigt sieben Bücher voll mit Stickereimuster aus dem 19. und 20. Jahrhundert - fünf weitere folgen. Weshalb das Museum dieses aufwändige und teure Projekt macht, hat verschiedene Gründe.

Zwei Millionen Stickereimuster liegen im Textilmuseum St. Gallen - aufbewahrt in fast 3000 Büchern. Diese Musterbücher sind den Besuchern jedoch grösstenteils nicht zugänglich, da sie vor Licht und den Händen der Besucher geschützt werden müssen. Das wollte das Museum ändern.

Schwarzes Stickereimuster
Legende: Diese schwarze Stickerei stammt aus einem Musterbuch der Firma Grauer-Frey Degersheim (1875-1934). Textilmuseum St. Gallen

Schenkung als Startschuss

Verbunden mit einer Schenkung von 500 Musterbüchern bekam das Museum die Auflage, dass die Bücher zu einem Teil der Öffentlichkeit zugänglich sein müssen. Da gewisse Exemplare jedoch fragil sind, kam das Museum auf die Idee, einen Teil der Bücher zu digitalisieren.

Die Stickereimuster werden entweder eingescannt oder abfotografiert. Dass deshalb die 3D-Wirkung der Stickereimuster in der digitalen Version verloren geht, sei zwar schade, sagt Museumsdirektorin Michaela Reichel: «Immerhin können die Besucher so einen grösseren Teil unserer Sammlung anschauen.»

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