Ein gefährliches Jahr für die Bienen

In der ganzen Ostschweiz sind die Bienenvölker stark mit der Varroamilbe befallen. Grund ist der milde Winter, in dem sich die Milbe stark vermehren konnte. Unter den Imkern herrscht Alarmstimmung.

Eine versehrte Biene.

Bildlegende: Nach dem Befall mit der Varroamilbe sind die Flügel der Biene verstummelt. ZVG

«Die Situation ist sehr gefährlich», sagt Hans Züst, Präsident des Imkerverbandes St. Gallen-Appenzell in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Weil der vergangene Winter mild war, habe sich die Milbe stark vermehren können. Der ausserordentliche Befall könne in den Bienenständen der ganzen Ostschweiz beobachtet werden.

Züst rät den Imkern deshalb, unverzüglich mit der Bekämpfung der Milbe zu beginnen. Dies geschieht mit Ameisen- oder mit Oxalsäure. Ein starker Milbenbefall hat zur Folge, dass die Bienenvölker im Winter sterben. Wenn die Imker die befallenen Waben nicht sofort behandeln würden, könne das Bienensterben schon im September beginnen.