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Ostschweiz Ein Kämmerchen für Sibylle Neff

Gross ist es nicht, das neue «Sibylle-Zimmer» im Museum Appenzell. Es zeigt die Werke der berühmten Appenzeller Malerin. Und beschränkt sich auf deren Malerei.

Sibylle Neff (1929- 2010) war eine begnadete Malerin, eine Vielschreiberin, eine Sammlerin von Spielzeugen, im Umgang keine «Ringe», wie sie selber von sich sagte. Sie mischte sich politisch ein, auch in der Zeit, als Frauen in der Innerrhoder Politik nichts zu melden hatten.

Das Museum Appenzell hat Sybille Neff kürzlich ein eigenes Zimmer gewidmet. Darin sind Ölbilder zu sehen, Zeichnungen und Skizzen, zwei Puppen aus der Spielzeugsammlung der Künstlerin. Dazu ein Schiefertisch, auf dem ihre Malutensilien und ihre Malunterlage platziert sind, vollgekritzelt mit Notizen und kleinen Skizzen.

Im Filmraum wird der Film «Nicht für die Liebe geboren?» von Angela Meschini gezeigt, ein Porträt über Sibylle Neff. Abgesehen davon ist im «Sibylle-Zimmer» nichts zu sehen, von der Frau, welche an der Landgemeinde Teller aus dem Fenster ihres Hauses am Landsgemeindeplatz schmiss, die jahrzehntelange Auseinandersetzungen mit den Behörden um Weg- und Wasserrechtsfragen führte, anklagte und heftig kritisierte, manchmal zu Recht und manchmal zu Unrecht.

Im «Regionaljournal Ostschweiz» erklärt der stillstehende Landamman und Museumsdirektor Roland Inauen, dass dieser Teil der Sybille Neff, in Appenzell womöglich noch zu viele Emotionen aufrüttle.Und das die Aufarbeitung der schriftlichen Nachlasses ohnehin noch einige Jahre dauern werde. «Vielleicht gibt es ja zum 100. Geburtstag von Sibylle, eine weitere Sonderausstellung».

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