«Ein Leuchtturm verschwindet aus St.Gallen»

Der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin bedauert den Wegzug des Brustkrebskongresses aus St. Gallen. Dieser sei neben der Universität, der EMPA und des Kantonspitals ein Leuchtturm der Stadt gewesen. Diese Tage findet der Kongress das letzte Mal in St. Gallen statt - ein Streifzug.

Ein Blick auf das grosse Rednerpult am Kongress, mit Besuchern die zuhören.

Bildlegende: Dieses Jahr sind die OLMA-Hallen vorerst zum letzten Mal mit Krebsspezialisten gefüllt. SRF

In der Halle 9 auf dem Olma-Areal werden Sprachen aus aller Welt gesprochen. Es ist Chinesisch, Französisch, Russisch und vor allem Englisch zu hören. Die rund 4000 Brustkrebsspezialisten treffen sich in St. Gallen, um sich auszutauschen und Neues zu lernen.

Viele bedauern, dass der Kongress aus Platzmangel von St. Gallen nach Wien verlagert wird. Die Verantwortlichen hoffen darauf, dass der Kongress bald wieder nach St. Gallen kommt.

Das grösste Problem sei die Unterbringung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, heisst es bei den Organisatoren. Weil es im Raum St. Gallen zu wenig Hotels gibt, müssen die Teilnehmer in Zimmern zwischen Zürich und Bregenz einquartiert werden. Die Folge sind sehr lange Anfahrtswege für die Kongressbesucher.

Bei den Ärzten kommt das weniger schlecht an als bei den Teilnehmern aus der Pharmaindustrie. Das zeigt eine Umfrage auf dem Gelände.

Der Brustkrebskongress wird seit 1978 in St. Gallen durchgeführt. Damals nahmen erst rund 100 Krebsspezialisten teil, heute sind es bis zu 4000. Der Kongress wird alle zwei Jahre durchgeführt. Der diesjährige 13. Durchgang wird der vorerst letzte in St. Gallen sein. 2015 ist Wien Gastgeber.