Ein neuer Stadtteil für Arbon

Ein Grossbrand, ein brachliegendes Industrie-Gebiet, freie Parzellen am See, ein Hotel: Arbon hat ungenutztes Potential auf einer Fläche von fast 300'000 Quadratmetern. Die Firma HRS entwickelt das Areal nun. Es gibt aber auch Kritik.

Die HRS und die Stadt Arbon haben am Dienstag die Bevölkerung über die Pläne informiert. Direkt am See sollen in einem ersten Schritt Wohnungen entstehen. Für weitere Teil-Areale laufen zurzeit Architektur-Wettbewerbe. Es entstehen Wohnungen und Gewerberäume, aber auch Bildungs- und Kultureinrichtungen sollen sich dort niederlassen.

Die HRS plant zudem, das Hotel Metropol nicht mehr als Hotel zu betreiben. Gemäss CEO Martin Kull ist das nicht wirtschaftlich. Als Ersatz will die HRS ein Hotel auf der anderen Seite der Bahngeleise auf dem Saurer-Areal realisieren.

«  Man ist dem Landbesitzer ausgeliefert »

Peter Gubser
SP-Stadtparlamentarier

SP-Stadtparlamentarier Peter Gubser, ein Kritiker der HRS-Pläne, ist aber skeptisch. Ob das Hotel wirklich realisiert werde, stehe noch in den Sternen. Zudem sei es heikel, dass sich eine einzige Firma um ein so grosses Gelände kümmere: «So hat man das Gefühl, man sei einem grossen Landbesitzer ausgeliefert».

Die HRS betont aber, dass sie mit der Stadt zusammenarbeite. Man habe die gleichen Interessen, sagt CEO Kull im Gespräch mit der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. «Alle wollen eine gesunde Stadtentwicklung». Klar ist aber, dass das Projekt eine Rendite für die HRS abwerfen muss.