Ein Steg im See in Rorschacherberg soll den Seezugang öffnen

Der Gemeinderat peilt einen Steg im See für Fussgänger und Velofahrer an. Die Kosten von zehn Millionen Franken dürften aber auf grossen Widerstand stossen. Lange lief in der Bodenseegemeinde nichts, nun wehrt sich aber die Gemeinde nicht mehr länger gegen einen durchgehenden Weg am Seeufer.

Der Holzsteeg beim Hafen Staad.

Bildlegende: Der Seeuferweg in Staad hat sich bewährt. SRF

Wer zwischen Rorschach und Staad am See Erholung sucht, muss auf die Hauptstrasse ausweichen. Für Ueli Strauss, den Leiter Amt für Raumentwicklung im Kanton St. Gallen ist dies ein unhaltbarer Zustand.

« «Der Steg wäre eine gute Lösung, die auch der Kanton unterstützen würde.» »

Im Richtplan ist die Forderung nach öffentlich zugänglichen Wegen am Bodensee festgeschrieben.

Unter dem neuen Gemeindepräsidenten in Rorschacherberg scheint nun Bewegung in die Sache zu kommen. In der Vergangenheit wurde Privatbesitzern beim Kauf von Liegenschaften direkt am See zugesichert, dass kein Seeuferweg gebaut wird.

Not macht erfinderisch

Zwangsenteignungen sind laut dem Kanton kein Thema. Das Ei des Kolumbus könnte daher ein Steg nach dem Vorbild in Staad sein. Seit sechs Jahren führt dort ein Seeuferweg über den Steg beim Hafen. Robert Raths, Gemeindepräsident von Thal: «Wir haben nur positive Erfahrungen gemacht, aber es war eine Knochenarbeit.»

Wie geht es weiter mit dem geplanten Seeuferweg in Rorschacherberg? Hier befindet sich der längste - nicht öffentlich zugängliche - Abschnitt am Bodensee auf St. Galler Boden. Ein Steg für Velofahrer und Fussgänger steht zur Diskussion. Im Vorfeld wurde aber auch eine Lösung nur für Fussgänger gefordert. Ob tatsächlich auf einen Veloweg am See verzichtet wird, entscheidet die Bürgerversammlung am 3. April 2013.