Ein Thurgauer «Piranha» sichert den Flughafen Zürich

Die Flughafenpolizei Zürich hat bei einem Selbstunfall das gepanzerte Schutzfahrzeug «New Eagle» kaputt gefahren. Nun mietet die Flughafenpolizei bei der Kantonspolizei Thurgau einen «Piranha»-Radschützenpanzer.

Radschützen-Panzer Piranha

Bildlegende: Der 17 Tonnen schwere «Piranha» – im Bild ein Fahrzeug der Armee – wird von der Kapo Thurgau eingesetzt – selten. Keystone

In den 1970er-Jahren entwickelte die Firma Mowag in Kreuzlingen, die heute General Dynamics European Land Systems (GDELS) heisst, den Radschützen-Panzer «Piranha». Der Panzer wurde unter anderem für die Streitkräfte der Armee entwickelt, er wurde aber auch von verschiedenen Polizeien zur Abschreckung eingesetzt – als «Show of Force», wie dies im Fachjargon bezeichnet wird.

Vor mehreren Jahren hat auch die Kantonspolizei Thurgau einen Occasions-«Piranha» für wenige Tausend Franken gekauft. Er wurde gemäss Angaben der Kantonspolizei bis jetzt erst für einen Einsatz im Thurgau bereitgestellt, dann aber doch nicht eingesetzt. Er wurde aber schon mehrfach vermietet.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bei der Kantonspolizei Thurgau bestätigt gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1: «Die Kantonspolizei ist im Besitz eines Radschützen-Panzers. Er wird von der Grenadiereinheit 'Leu' eingesetzt, er steht aber meistens in einer Garage in der Nähe von Felben-Wellhausen».

Weil die Flughafenpolizei Zürich ihr gepanzertes Schutzfahrzeug «New Eagle» kaputt gefahren haben, mieten sie den «Piranha» als Ersatzfahrzeug. Das bestätigt Werner Schaub, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich, auf Anfrage.

Die Kantonspolizei St.Gallen besitzt keinen eigenen Schützenpanzer. Bei Bedarf miete man den «Piranha» im Thurgau, was selten der Fall sei, aber in einem Konkordatsvertrag geregelt sei, sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.