Eine Schmerzgrenze gibt es nicht

In diesen Tagen präsentieren die Kantone ihre Rechnungen, und die meisten können sich darüber freuen, dass sie besser abschliessen als budgetiert. Alle Kantone freuen sich über mehr Steuereinnahmen und St.Gallen insbesondere über Rentner, die unversteuertes Geld deklarieren.

Geld

Bildlegende: Nicht nur die Portokasse, auch Sparguthaben werden nicht immer korrekt auf der Steuererklärung deklariert. SRF / Michael Breu

2014 profitierten im Kanton St.Gallen 539 Steuerzahler von der straffreien Selbstanzeige. Die meisten deklarierten ein unversteuertes Vermögen zwischen 100'000 Franken und einer Million Franken. Auffallend dabei: rund zwei Drittel der Selbstanzeigen sind von Rentnern und Rentnerinnen.

Wie der Leiter des kantonalen Steueramtes St.Gallen, Felix Sager, gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF bestätigt, wollen viele reinen Tisch machen. So können sie ihr Vermögen «weiss» vererben. Er gehe davon aus, dass dieser Trend anhalte.

Gleich sieht es sein Glarner Amtskollege Markus Schwitter. Er allerdings sagt auch, dass sich in Glarus ganz unterschiedliche Steuerzahler selbst deklarierten. Er könne nicht sagen, dass die einen mehr und die anderen weniger von der straffreien Selbstanzeige profitierten.

Beide Amtsleiter sind sich aber einig, dass die Schmerzgrenze, ab welchem Vermögen deklariert wird, unterschiedlich ist. Es könne sein, dass jemand ein paar Tausend Franken unversteuertes Vermögen angibt, aber auch Millionenbeträge seien möglich.